
- Beginnen Sie sofort mit dem Training, sobald Ihr Welpe einzieht – Geduld und Konsequenz sind das A und O.
- Nutzen Sie positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob – das stärkt die Bindung und motiviert Ihren Airedale.
- Die Kommandos „Hier”, „Sitz”, „Platz” und „Aus” sind die Basis für ein harmonisches Zusammenleben.
- Üben Sie in kurzen, spielerischen Einheiten von 5–10 Minuten, um Überforderung zu vermeiden.
Die Grundlagen vor dem ersten Kommando: Verstehen Sie Ihren Airedale
Bevor Sie mit dem Training beginnen, müssen Sie die einzigartige Persönlichkeit Ihres Airedale Terriers verstehen – das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Kurz gesagt :
- Training sofort nach Einzug beginnen, mit Geduld und Konsequenz als Basis.
- Positive Verstärkung durch Leckerlis und Lob stärkt Bindung und Motivation.
- Grundkommandos „Hier“, „Sitz“, „Platz“ und „Aus“ sind essenziell für harmonisches Zusammenleben.
- Übungseinheiten kurz halten (5–10 Minuten), um Überforderung zu vermeiden.
Warum ist der Airedale Terrier anders?
Der Airedale Terrier, oft als „König der Terrier” bezeichnet, ist außergewöhnlich intelligent, aber auch eigenwillig und unabhängig. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem wunderbaren Begleiter, fordern aber auch Ihre Geduld. Sie werden schnell merken, dass er nicht einfach nur Befehle ausführt – er denkt mit und testet Grenzen aus. Das ist keine Bösartigkeit, sondern seine Natur. Ein Airedale braucht geistige und körperliche Auslastung, sonst wird er stur und destruktiv. Deshalb ist eine liebevolle, aber konsequente Erziehung vom ersten Tag an so wichtig.
Die richtige Einstellung: Geduld und Konsequenz
Bevor Sie mit dem Training beginnen, müssen Sie die richtige Einstellung mitbringen – Geduld und Konsequenz sind das Fundament jeder Hundeerziehung.
Ich sage immer: Ein Airedale ist kein Hund für Menschen, die schnelle Ergebnisse erwarten. Er ist wie ein kluges Kind – er spürt sofort, wenn Sie unsicher sind. Bleiben Sie ruhig und bestimmt, aber schreien Sie nie. Eine ruhige, tiefe Stimme wirkt Wunder. Konsequenz bedeutet, dass Sie Regeln immer gleich durchsetzen – wenn er heute nicht auf das Sofa darf, dann auch morgen nicht. Das klingt einfach, ist aber im Alltag oft schwer. Doch glauben Sie mir, diese Mühe zahlt sich aus.
Schritt für Schritt: Die ersten Grundkommandos im Welpenalter
Beginnen Sie das Training sofort, wenn Ihr Welpe bei Ihnen einzieht – in der Regel mit etwa 8 Wochen – und legen Sie damit den Grundstein für ein entspanntes Zusammenleben.
Die Belohnung als Motor: Leckerlis und Lob
Positive Verstärkung ist der effektivste Weg, um Ihrem Airedale Welpen Kommandos beizubringen – er lernt schneller und mit Freude.
- Wählen Sie kleine, weiche Leckerlis, die er im Nu schlucken kann.
- Verbinden Sie das Lob („Braver Hund!”) immer mit der Belohnung.
- Geben Sie die Belohnung sofort nach der richtigen Aktion – innerhalb von maximal 1 Sekunde.
- Variieren Sie die Belohnungen: Mal ein Leckerli, mal ein Spielzeug, mal eine Streicheleinheit.
Der richtige Ort zum Üben
Wählen Sie zu Hause einen ruhigen Ort ohne Ablenkungen, um die Grundlagen zu trainieren – das erleichtert die Konzentration Ihres Welpen.
Ich empfehle, zunächst in der Wohnung zu üben, zum Beispiel im Wohnzimmer, wenn gerade keine anderen Familienmitglieder herumlaufen. Sobald Ihr Welpe das Kommando zuverlässig beherrscht, wechseln Sie in den Garten und später auf ruhige Spazierwege. Draußen gibt es viele Reize – andere Hunde, Gerüche, Autos. Ihr Airedale wird anfangs abgelenkt sein, aber mit Geduld und regelmäßigen Übungen festigt sich das Verhalten.
Das Kommando „Hier” – Die Basis für alles
Das Kommando „Hier” ist das wichtigste Signal für die Sicherheit Ihres Hundes – es kann im Ernstfall Leben retten.
Warum ist „Hier” so wichtig?
Ein zuverlässiger Rückruf gibt Ihnen die Freiheit, Ihren Airedale in der Natur ohne Leine laufen zu lassen, und schützt ihn vor Gefahren wie dem Straßenverkehr.
Stellen Sie sich vor, Ihr Airedale entdeckt einen Hasen und jagt ihn – ohne einen soliden Rückruf haben Sie kaum eine Chance, ihn zu stoppen. Ich habe schon viele Hunde gesehen, die wegen eines fehlenden Rückrufs verloren gingen oder Unfälle hatten. Das will ich Ihnen ersparen.
So bringen Sie es Ihrem Welpen bei
Folgen Sie dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, um „Hier” spielerisch zu üben – mit viel Lob und Belohnung.
- Gehen Sie in die Hocke und zeigen Sie Ihrem Welpen ein Leckerli.
- Sagen Sie fröhlich „Hier!” und locken Sie ihn zu sich.
- Sobald er ankommt, loben Sie ihn überschwänglich und geben ihm das Leckerli.
- Wiederholen Sie das 5–6 Mal, aber hören Sie auf, bevor er das Interesse verliert.
- Steigern Sie allmählich den Abstand und die Ablenkung – zuerst im Haus, dann im Garten, später auf Spaziergängen.
Ein wichtiger Tipp: Rufen Sie Ihren Hund nie zu sich, um ihn zu bestrafen. Sonst lernt er, dass „Hier” etwas Negatives bedeutet. Das wäre ein fataler Fehler.
Das Kommando „Sitz” – Für mehr Ruhe im Alltag
„Sitz” ist das erste Kommando, das Ihr Welpe leicht lernt – es hilft ihm, Ruhe zu bewahren und Aufmerksamkeit zu zeigen.
Der Ablauf im Detail
Halten Sie ein Leckerli vor die Nase Ihres Welpen und führen Sie es langsam über seinen Kopf nach hinten – sein Po senkt sich automatisch.
Das ist die natürlichste Methode, weil der Hund dem Leckerli mit den Augen folgt und sich hinsetzt. Sobald er sitzt, sagen Sie „Sitz” und belohnen ihn sofort. Üben Sie das an verschiedenen Orten, damit er es nicht nur mit einer bestimmten Umgebung verbindet.
Häufige Fehler beim „Sitz”
Viele Halter drücken den Po des Hundes herunter – das ist unnötig und kann den Hund verunsichern. Lassen Sie ihn die Bewegung selbst machen.
Ein weiterer Fehler ist, das Kommando zu früh zu sagen, bevor die Bewegung klar ist. Warten Sie, bis er wirklich sitzt, und nennen Sie dann das Wort. So verknüpft er das Wort mit der Handlung. Und noch etwas: Wenn Ihr Welpe sich schnell wieder aufsteht, ist das normal – erhöhen Sie die Dauer des Sitzens langsam, aber erwarten Sie nicht zu viel auf einmal.
Das Kommando „Platz” – Die Kunst des Herunterfahrens
„Platz” ist mehr als nur ein Kommando – es hilft Ihrem Airedale, zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen.
Der Unterschied zwischen „Sitz” und „Platz”
Während „Sitz” eine aufrechte Position ist, bedeutet „Platz” das vollständige Hinlegen – das ist für einen energiegeladenen Airedale eine wertvolle Fähigkeit.
Ich vergleiche es gerne mit dem Unterschied zwischen einer Pause und einem Nickerchen. „Platz” ist die tiefere Entspannung, die er auch in stressigen Situationen abrufen kann, zum Beispiel wenn Besuch kommt.
Methode: Das Leckerli zum Boden führen
Diese Methode ist sanft und effektiv – führen Sie Ihr Leckerli einfach nach unten.
- Lassen Sie Ihren Hund „Sitz” machen.
- Führen Sie ein Leckerli von seiner Nase direkt nach unten zwischen seine Pfoten.
- Sobald er sich hinlegt, sagen Sie „Platz” und belohnen ihn.
- Üben Sie dies an verschiedenen Orten – drinnen, draußen, auf einer Decke.
Seien Sie geduldig: Manche Welpen brauchen ein paar Tage, bis sie die Bewegung verstehen. Aber mit ruhiger Wiederholung klappt es.
Das Kommando „Aus” – Das Wichtigste für die Sicherheit
„Aus” ist lebenswichtig für einen Airedale Terrier, denn sein Jagdtrieb und seine Neugier können ihn in gefährliche Situationen bringen.
Warum „Aus” bei einem Airedale Terrier kritisch ist
Airedales haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und nehmen oft Dinge vom Boden auf – das kann zu Vergiftungen oder Verletzungen führen.
In Frankreich, wo viele Spaziergänge in Parks oder Wäldern stattfinden, ist dieses Kommando unverzichtbar. Ich habe schon erlebt, dass ein Airedale einen vergifteten Köder aufnehmen wollte – nur ein schnelles „Aus” konnte das verhindern. Deshalb üben Sie es vom ersten Tag an.
Übung mit dem Tauschgeschäft
Bringen Sie Ihrem Welpen bei, dass „Aus” etwas Gutes bedeutet – tauschen Sie das Objekt gegen ein Leckerli oder Spielzeug.
Nehmen Sie ein Spielzeug, das er im Maul hält, und halten Sie ein Leckerli vor seine Nase. Sagen Sie „Aus” – sobald er das Spielzeug loslässt, geben Sie das Leckerli. Wiederholen Sie das regelmäßig, auch mit anderen Gegenständen wie Stöcken oder Schuhen. Achten Sie darauf, dass Sie das Kommando immer freundlich, aber bestimmt sagen.
Die häufigsten Fehler bei der Erziehung eines Airedale Welpen
Vermeiden Sie diese typischen Fehler, um die Erziehung Ihres Airedale Welpen nicht zu sabotieren – sie kosten Sie sonst viel Zeit und Nerven.
Fehler 1: Inkonsequenz
Wenn Sie Regeln nicht konsequent durchsetzen, lernt Ihr Airedale, dass er sie ignorieren kann – das führt zu Verhaltensproblemen.
Ein Beispiel: Wenn Sie ihm gestern verboten haben, auf das Sofa zu springen, aber heute erlauben, weil Sie müde sind, verwirren Sie ihn. Hunde sind Gewohnheitstiere – sie brauchen klare, gleichbleibende Grenzen. Sonst wird Ihr Airedale schnell zum „Diktator” in der Familie.
Fehler 2: Zu lange Übungseinheiten
Ein Welpe hat eine kurze Aufmerksamkeitsspanne – üben Sie nur 5–10 Minuten pro Tag, sonst verliert er die Freude am Lernen.
Ich rate zu mehreren kurzen Einheiten über den Tag verteilt, anstatt einer langen. Das hält die Motivation hoch und verhindert Frustration auf beiden Seiten.
Fehler 3: Negative Verstärkung
Schreien oder Strafen machen einen Airedale nur stur und misstrauisch – positive Verstärkung ist der einzig sinnvolle Weg.
Denken Sie daran: Ihr Welpe will Ihnen gefallen, aber er muss verstehen, was Sie erwarten. Wenn Sie ihn für Fehler bestrafen, weiß er nicht, was er richtig machen soll. Loben Sie stattdessen jede noch so kleine richtige Reaktion.
Fehler 4: Die Sozialisation vernachlässigen
Ohne ausreichende Sozialisation wird Ihr Airedale ängstlich oder aggressiv gegenüber anderen Hunden und Menschen – das sollten Sie unbedingt vermeiden.
Beginnen Sie früh, Ihren Welpen mit verschiedenen Umgebungen, Geräuschen und Lebewesen vertraut zu machen. In Frankreich sind „Balades collectives” für Welpen sehr beliebt – das sind gemeinsame Spaziergänge mit anderen Hundehaltern. Diese sind ideal, um Sozialverhalten zu üben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ab wann kann ich mit dem Training der Grundkommandos beginnen?
Sie können sofort beginnen, sobald Ihr Welpe bei Ihnen einzieht – mit etwa 8 Wochen –, aber halten Sie die Einheiten kurz und spielerisch.
Wie lange dauert es, bis ein Airedale Welpe ein Kommando lernt?
Mit regelmäßigem Training von 5–10 Minuten täglich kann Ihr Airedale ein Grundkommando in 1–2 Wochen lernen – aber seien Sie geduldig, er ist intelligent, aber auch eigensinnig.
Sollte ich einen Hundetrainer in Frankreich hinzuziehen?
Wenn Sie unsicher sind, ist ein professioneller Hundetrainer oder Verhaltensberater eine gute Investition – die Kosten liegen in Frankreich zwischen 30 und 50 Euro pro Sitzung.
Mein Airedale Welpe hört nur zu, wenn er Leckerlis sieht. Was tun?
Variieren Sie die Belohnungen und machen Sie das Training abwechslungsreich – verwenden Sie auch Spielzeug und Lob, und reduzieren Sie die Leckerli-Häufigkeit allmählich.
Ich empfehle, ein spezielles „Trainingsspielzeug” nur für die Übungen zu verwenden. So wird das Training zum Spiel und Ihr Hund hört auch ohne Leckerli zu.
Fazit: Mit Geduld und Liebe zum Erfolg
Die Grundkommandos „Hier”, „Sitz”, „Platz” und „Aus” sind das Fundament für ein harmonisches Zusammenleben mit Ihrem Airedale Terrier – sie geben ihm Sicherheit und Ihnen Kontrolle.
Ich weiß, die Erziehung eines Airedale Welpen ist keine einfache Aufgabe. Aber mit Geduld, Konsequenz und einer Portion Humor werden Sie belohnt: mit einem treuen, ausgeglichenen Begleiter fürs Leben. Welches Kommando bereitet Ihnen mit Ihrem Airedale am meisten Schwierigkeiten? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!




